Nasser, trüber, milder „Hochwinter“

Januar 2018

Extrem zu nass und deutlich zu warm !

Der erste Monat des neuen Jahres präsentierte sich überwiegend viel zu mild, unterbrochen nur von kurzen nasskalte Phasen. Im Schnitt lag die Temperatur fast  5 K über dem langjährigen Mittel von 1961 – 1990. Damit war der Januar 2018 der drittwärmste seit Aufzeichnungsbeginn 1950, nur 2007 (5,8 °C) und 1975 (5,6 °) waren noch wärmer. Es gab auch so gut wie gar keinen Frost, lediglich 2 Frosttage wurden registriert, so wenige, wie noch nie. Bislang waren die 5 Frosttage im Januar 1988 Negativ-Rekord. Die Min.-Temperatur war auch nie unter -2,2 °C, nur 1990 lag die Min.-Temperatur noch etwas höher (-2,0 °C).

Dieser Monat war sehr niederschlagsreich. Es fielen 87 mm Niederschlag, das entspricht etwa 170 % des Niederschlags aus dem langjährigen Mittel von 1961 – 1990. Zuletzt waren 2012, 1995 und 1986 nasser. Der Regen fiel an insgesamt 26 Tagen. So viele Regentage gab es nur 1938 seit Aufzeichnungsbeginn der Niederschläge 1931.

Nach November und Dezember 2017 machte sich die Sonne weiterhin rar. Somit war auch der Januar mit seinen 21 trüben Tagen viel zu grau. Zuletzt gab es 2010, 1997 und 1976 mehr trübe Tage. Ein Lichtblick im wahrsten Sinne des Wortes war der 30. Januar. Es war der einzige heitere Tag des Monats. Keinen heiteren Tag gab es zuletzt 2011, 1990 und 1986.

Oft war es auch sehr windig bis stürmisch. Der Höhepunkt war die Überquerung des Orkantiefs Friederike am 18. Januar. In Deutschland wurden auf dem Brocken im Harz Spitzenböen von über 200 km/h erreicht (siehe hierzu auch unten stehenden Artikel des DWD vom 23.01.2018).

Jan-2018

20180118-friederike-europa-DWD

Impressionen vom Januar 2018

10.01.2018, 10.03 Uhr: Boden-Nebel und letzte Wolkenreste am Vormittag.

12.01.2018, 09.28 Uhr: Nebel am Morgen.

12.01.2018, 11.37 Uhr: Zäher Nebel hält sich bis ca. 12.00 Uhr.

25.01.2018, 14.27 Uhr: kurze Regenpause an einem verregneten Tag.

28.01.2018, 17.37 Uhr: Farbenspiel am Himmel.

30.01.2018, 16.46 Uhr, Wiesbaden: Der schönste und sonnigste Tag des Monats neigt sich dem Ende. Wolkenaufzug kündigt schon wieder den nächsten Regen an.

Jahresbilanz 2017

Jahr 2017

Das Jahr 2017 war um 1,6 K zu warm, nur 2014 u. 2007 waren seit Aufzeichnungsbeginn wärmer. Damit waren seit 1988 nur 3 Jahre nicht zu warm, 2010, 1996 u. 1991. Klimaveränderung lässt grüßen! In der Summe fielen 107,4 % des Soll-Niederschlags, zuletzt 2002, 2001 u. 1998 nasser. Es gab 19 Starkregentage, zuletzt 2002, 1998 u. 1986 mehr. Nur 59 Frosttage, zuletzt 2014, 2007 u. 2000 weniger.

 

Jahr-2017

Feucht-trüb

Dezember 2017

Zu mild und deutlich zu nass !

Dritter Monat in Folge deutlich zu warm, zuletzt 2015, 2013 u. 2011 wärmer. Min.-Temp. von nur -1,6 °C, eine so hohe Min.-Temp. gab es seit mind. 1950 nicht. Nach November auch dieser Monat deutlich zu nass, zuletzt 2011, 1993 u. 1988 nasser. Kein einziger heiterer Tag, zuletzt 2005, 1997 u. 1993.

Dez-2017

Impressionen vom Dezember 2017

03.12.2017, 09.22 Uhr: dünne Schneedecke, einsetzender Schneefall ca. 8.00 Uhr

03.12.2017, 12.24 Uhr: Schneedecke ca. 2-3 cm, am Abend ca. 4 cm

09.12.2017, 07.47 Uhr: leicht angezuckert, extreme Eisglätte morgens

10.12.2017, 11.35 Uhr: einsetzender Scheefall ca. 10.30 Uhr

10.12.2017, 14.55 Uhr: nachlassender Scheefall, Schneehöhe ca. 8 cm

17.12.2017, 15.30 Uhr: ein seltener Gast, Wolkenlücken lassen die Sonne erahnen

23.12.2017, 16.43 Uhr: gewohntes Einheitsgrau, aber zumindest trocken

29.12.2017, 12.20 Uhr: Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg

31.12.2017, 14.10 Uhr: die Hochwassergefahr nimmt zu, hier ein Feld bei Hadamar