Extreme Trockenheit

Juli 2020

Juli-2020

Zu warm und extrem zu trocken !

Der Juli setzte das Auf und Ab der Temperaturen zunächst fort. Kurze kühle Phasen mit geringer Schaueraktivität (06. – 08., 15. – 17.) unterbrachen längere, meist trockene wärmere Phasen mit moderaten sommerlichen Temperaturen. Während am 19. die 30°C-Marke noch knapp verfehlt wurde, brachte der 27. knapp den ersten heißen Tag für dieses Jahr. In dieser letzten Dekade stabilisierte sich das sommerliche Wetter und steuerte zum Monatsende auf hochsommerliche Temperaturen zu. Am 31. wurden gar 34,6 °C erreicht, nur am 25./26. geringer Regen, sonst trocken.

Mit einer Durchschnittstemp. von 19,0 °C war der Juli nur um 1,2 K zu warm, zuletzt 2012 (18,1°C), 2011 (17,1 °C) und 2007 (18,4°C) kühler. Die Max-Temp. wurde am 31. gemessen. Die Min.-Temp. wurde am 07. mit 6,8°C gemessen. Der kälteste Tag mit einer Max-Temp. von 16,7°C war am 08. Die wärmste Nacht war am 04./05. mit einer Min.-Temp. von 19,3°C, also gab es keine tropische Nacht. Insgesamt gab es 18 Sommertage und nur 2 Hitzetage, zuletzt 2011 (0) und 2004 (1) weniger.

Die Gesamt-Niederschlagssumme betrug 18,4 mm, das sind ca. 27,5 % vom Sollwert. Letztmals trockener war es 1964 (16,1 mm), 1952 (17,8 mm) und 1949 (6,7 mm). Regentage gab es 11, der meiste Regen fiel am 06. (3,3 mm), Negativrekord von 1949 eingestellt.

Es wurde kein Gewittertag registriert, zuletzt war dies 1998, 1990 und 1986 der Fall. Nebeltage wurden ebenfalls keine registriert. Die höchste Windspitze wurde am 05. erreicht. Die vorherrschende Windrichtung war NW bis NNW. Es gab 12 heitere und nur 2 trübe Tage, zuletzt 2018 (1), 1983 (1) und 1967 (1) weniger. Der max. Luftdruck wurde am 12. mit 1028 hPa u. der min. Luftdruck am 01. mit 2007 hPa gemessen. Max. rel. Luftfeuchte am 02. mit 94 %, min. rel. Luftfeuchte am 31. mit 29 %.

Impressionen vom Juli 2020

Mäßiger Sommerstart

Juni 2020

Juni-2020

Zu warm und zu trocken !

Ganz im Gegensatz zum letzten Jahr (extreme Hitze und Dürre), war der Juni 2020 sehr gemäßigt. Der Juni begann sommerlich warm und trocken. Ab dem 04. wurde es deutlich kühler, die „Schafskälte“ war da. Zeitweise Regen und meist stark bewölkt. Nach dem 11. folgte eine schwüle, regnerische und gewittrige Phase. In der letzten Dekade wieder sommerlich warm und zunächst trocken, erst zum Monatsende geringe Niederschläge und kühler.

Mit einer Durchschnittstemp. von 17,6 °C war der Juni nur um 1,3 K zu warm, vor fünf Jahren war es zuletzt kühler. Dieses Jahr weiterhin noch kein zu kühler Monat. Die Max-Temp. wurde am 26. gemessen, 29,9 °C. Die Min.-Temp. wurde am 07. mit 6,6°C gemessen. Der kälteste Tag mit einer Max-Temp. von 14,2°C war am 05. Insgesamt gab es 11 Sommertage und keinen Hitzetag, zuletzt gab es 2012, 2009 und 1997 ebenfalls keinen Hitzetag.

Die Gesamt-Niederschlagssumme betrug 67,0 mm, das entspricht ca. 88,2 % vom Sollwert. Letztmals nasser war es 2016 (165,9 mm) und 2012 (108,2 mm). Regentage gab es 13, der meiste Regen fiel am 22. (22,2 mm), an dem Tag fiel auch Hagel, der einzige Tag mit festem Niederschlag. In 2020 hat somit nur der Februar sein Regensoll erfüllt. Trotzt der relativ hohen Niederschlagssumme ist Trockenheit weiterhin ein Thema, weil es keinen anhaltenden Landregen gab.

Es wurden 5 Gewittertage registriert. Am Abend des 13., in der Nacht zum 14., am Abend des 17. und 26. (Ferngewitter), sowie am Vormittag des 29. Nebeltage gab es nur einen, am Morgen des 17. Die höchste Windspitze wurde am 26. erreicht. Die vorherrschende Windrichtung war SSW. Die Sonne schien etwas weniger, als in den vergangenen Monaten, es gab 8 heitere u. 8 trübe Tage, zuletzt 2016 und 2012 mehr. Der max. Luftdruck wurde am 23. mit 1026 hPa u. der min. Luftdruck am 05. mit 995 hPa gemessen. Max. rel. Luftfeuchte am 07. mit 96 %, min. rel. Luftfeuchte am 24. mit 31 %.

 

Impressionen vom Juni 2020

 

Sonniges, trockenes Frühjahr

Frühjahr 2020

Frühjahr-2020

 

Deutlich zu trocken und zu warm !

Bis Mitte März war die Großwetterlage noch zonal (=Westwetterlage), wie auch im gesamten Winter 2019/20, geprägt. Regnerisches und trübes, windiges Wetter hatte das zur Folge. Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang stellte sich die Großwetterlage zu einer meridionalen (Nord-Süd, bzw. Süd-Nord) Wetterlage um, die im gesamten Fühjahr anhielt. Folge: kaum Regen, viel Sonnenschein und Temperaturschwankungen, je nachdem, welche Zugrichtung die Wetterlage einschlug (Nord-Süd = kalt, Süd-Nord = warm). Im März und April öfter Süd-Nord, im Mai öfter Nord-Süd.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 10,6 °C war das vergangene Frühjahr um 1,8 K wärmer als im langjährigen Mittel (1961-1990). Seit 1997 war das Frühjahr nur einmal kälter als im langjähr. Mittel (2013: 8,0°C). Eine Max.-Temperatur von nur 26,0 °C (22.05.) wurde zuletzt 2019 (25,7°C) und 2004 (25,7 °C) unterboten. Die Min.-Temperatur wurde am 25.03. mit -4,9 °C ermittelt. Der kälteste Tag war der 29.03. mit einer Max.-Temp. von 7,9 °C, im Mittel war der 30.03. der kälteste Tag (3,3 °C). Es wurden 14 Frosttage, 25 Bodenfrosttage registriert und keinen Eistag. Dem standen 3 Sommertage gegenüber, zuletzt 2019 (2), 2013 (2) und 2004 (2) weniger. Heiße Tage wurden keine registiert.

Niederschlag wurde insgesamt 76,8 mm gemessen, das entspricht etwa 49,2 % vom Soll. Letztmals trockener war es 2011 (48,9 mm), 1976 (44,5 mm) und 1953 (76,3 mm). Unter den 22 Regentagen war kein Tag mit festem Niederschlag, somit auch kein Schneedeckentag. Weniger Regentage gab es zuletzt 1976 (21) und 1944 (17). Die höchste Tages-Niederschlagsmenge fiel am 05.03. mit 13,3 mm.

In diesem Fühjahr gab es Sonne satt: Das Bewölkungsmittel war nur 3,1 Achtel, deutlich geringer als im langj. Mittel (4,9 Achtel). Insgesamt 49 heitere Tage, so viele wie seit Aufzeichnungsbeginn noch nicht. Dazu 12 trübe Tage, nur 2011 (11) weniger. Des Weiteren wurden nur 3 Nebeltage registriert, letztmals 1996 (0) und 1979 (2) weniger. Gewittertage gab es 4. Die max. Windspitze wurde am 21.03. gemessen, die Haupt-Windrichtung war ENE, gefolgt von NW.