Kein Sommer-Feeling

Juli 2021

Juli-2021

Zu nass und zu kühl!

Dieser Juli war bemerkenswert, hohe Min.-Temperaturen und niedrige Max.-Temperaturen zeichneten diesen Monat aus. Dadurch wurde der Juli subjektiv kühler empfunden als er tatsächlich war. Im Mittel kamen dadurch fast durchschnittliche Temperaturen zustande. Während in der ersten Monatshälfte das Monatssoll an Regen schon erfüllt war, gab es in der zweiten Monatshälfte deutlich weniger Niederschlag. Der Sommer 2021 tut sich aber nach wie vor schwer, bedingt durch eine eingefahrene Großwetterlage, die keine Stabilität beim Wetter reinbringt.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 18,4°C war der Juli auf das neue Klimamittel von 1991-2020 bezogen um 1,0 K zu kühl, auf das alte Klimamittel von 1961-1990 bezogen war der Juli jedoch um 0,6 K zu warm. Zuletzt 2012 (18,1°C), 2011 (17,1°C) und 2007 (18,4°C) kühler. Die Max-Temp. von 27,4°C wurde am 18. gemessen. Nur 1954 gab es eine geringere Max.-Temp. (25,5°C). Die Min.-Temp. wurde am 21. mit 10,1°C gemessen. Nur einmal seit Aufzeichnungsbeginn gab es eine höhere Min.-Temp. (1994: 10,3°C). Der kälteste Tag mit einer Max-Temp. von 16,0°C war der 01. Insgesamt gab es 7 Sommertage, zuletzt 2000 (4), 1981 (5) und 1980 (6) weniger. Kein Hitzetag, wie zuletzt 2011, 2000 und 1997. Frühlingstage (Max.-Temp. mind. 20,0°C) gab es immerhin 29.

Die Gesamt-Niederschlagssumme betrug 87,0 mm, das sind ca. 128,9 % vom Sollwert. Letztmals nasser war es 2017 (125,7 mm), 2014 (126,8 mm) u. 2010 (98,4 mm). Regentage gab es 17, letztmals 2014, 2012 u. 2011 (je 18) mehr. Der meiste Regen fiel am 04. (18,6 mm). 4 Starkregentage (mind. 10,0 mm Regen) gab es, zuletzt 2014 (6), 1966 (7) und 1965 (5) mehr.

Es wurden zwei Gewittertage registriert, mittags am 04. ein starkes und am frühen Abend des 25. ein schwaches Gewitter. Zuletzt 2020 (0), 2007 (1) und 1998 (0) weniger Gewitter. Nebeltage wurden 5 registriert, letztmals 1999 (6) und 1953 (7) mehr. Die höchste Windspitze wurde am 04. erreicht. Die vorherrschende Windrichtung war NW. Es gab 7 heitere und 3 trübe Tage. Die Sonne schien an ca. 275 Stunden. Der max. Luftdruck wurde am 21. mit 1023 hPa u. der min. Luftdruck am 30. mit 1006 hPa gemessen. Max. rel. Luftfeuchte am 06. mit 98 %, min. rel. Luftfeuchte am 23. mit 46 %.

Kommentar zum Juli 2021:

Ein besonderes Ereignis stellte alles in den Schatten: Tief „Bernd“ sorgte besonders im Ahrtal (Rheinland-Pfalz) für sinflutartigen Regen zur Monatsmitte. Dieser hinterließ eine Schneise der Verwüstung, es sah aus wie nach einem Bombenangriff. Mind. 134 Tote und noch zahlreiche Vermisste wurden in dieser Region gemeldet. in unserer Region fiel dagegen zur Monatsmitte nur relativ wenig Regen. Wenn man sich anschaut welche Wetterextreme weltweit allein in diesem Jahr schon zu beobachten waren, dann wissen wir, daß wir bereits mittendrin sind, im Klimawandel. Extrem-Wetterereignisse werden in Zukunft immer häufiger und intensiver. Sollten wir nicht schnellstmöglich gegensteuern, ist die Klimakatastrohe nicht mehr aufzuhalten. Denn eins ist klar: Die Erde bzw. die Natur wird die Klimaveränderung überstehen, der Mensch nicht.

Siehe auch einen interessanten Artikel hierzu:

https://www.wetterprognose-wettervorhersage.de/meldungen/9683-mensch-wach-auf.html

Impressionen zum Juli 2021:

 

 

 

 

 

Erste Hitzwelle

Juni 2021

Juni-2021

Zu trocken und deutlich zu warm !

Nach trockenem, sonnigen und warmen Start in den Juni läuten ab dem Abend des 03. Gewitter, Wind und Regen eine kurze kühlere Phase ein. Bis zur Monatsmitte gemäßigte Wärme und trocken. Im Laufe der 2. Dekade weiterhin trocken, ansteigende Temperaturen und zunehmend schwüler. Eine Gewitterfront in der Nacht zum 20. sorgt für Abkühlung in den Folgetagen. Gelegentliche Regenfälle geringer Intensität lindern kaum die Trockenheit. Zum Monatsende immer wärmer und erneut Gewitter und Regen.

Mit einer Durchschnittstemp. von 19,6 °C war der Juni um 2,2 K zu warm, nur 2019 (20,4°C) und 2003 (20,5°C) war es noch wärmer. Im Vergleich zum alten langjährigen Mittel von 1961-1990 war der Juni gar um 3,3 K zu warm. Der erste deutlich zu warme Monat in diesem Jahr. Die Max-Temp. wurde am 17. gemessen, 33,0 °C. Die Min.-Temp. wurde am 01. mit 6,4°C gemessen. Der kälteste Tag mit einer Max-Temp. von 17,2°C war am 22. Insgesamt gab es 25 Frühlingstage, 16 Sommertage (zuletzt 2019, 2008 und 2003 mehr) und 4 Hitzetage. Die Gesamt-Niederschlagssumme betrug 47,9 mm, das entspricht ca. 86,0 % vom Sollwert. Regentage gab es 13, der meiste Regen fiel am 03. (15,0 mm). Trotzt der relativ hohen Niederschlagssumme ist Trockenheit weiterhin ein Thema, weil es keinen anhaltenden Landregen gab. Es wurden 6 Gewittertage registriert. Am Abend des 03. und 04., in der Nacht zum 20. und 22., sowie am späten Nachmittag bzw. frühen Abend des 28. und 29. Nebeltage gab es 2, am Morgen des 04. und 05. Die höchste Windspitze wurde am 04. erreicht. Die vorherrschende Windrichtung war NW. Die Sonne schien an ca. 288 Stunden, es gab 10 heitere u. 7 trübe Tage. Der max. Luftdruck wurde am 13. mit 1027 hPa u. der min. Luftdruck am 21. mit 1003 hPa gemessen. Max. rel. Luftfeuchte am 04. mit 95 %, min. rel. Luftfeuchte am 02. mit 30 %.

Impressionen vom Juni 2021

Frühling auf Abwegen

Frühjahr 2021

Frühjahr-2021

Zu kalt und zu trocken !

Während der März nur geringfügig zu kalt war, folgte ein deutlich zu kalter April (kältester seit knapp 50 Jahren) und ein deutlich zu kalter Mai (kältester seit 30 Jahren). März und April zu trocken, Mai zu nass.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 8,0 °C war das vergangene Frühjahr um 2,2 K kälter als im langjährigen Mittel 1991-2020. Ähnlich kalt war es 2013, letztmals kälter war es 1984 (7,9°C) und 1970 (7,4°C). Eine Max.-Temperatur von 25,3°C am 31.03. war einmalig, nie zuvor wurde in einem März die 25°C-Marke erreicht, umso erstaunlicher, daß erst wieder am 09.05. diese Marke übertroffen wurde (28,7 °C), dies war auch der mit Abstand wärmste Tag in diesem Frühjahr. Die Min.-Tempe- ratur wurde am 07.03. mit -6,0 °C ermittelt. Der kälteste Tag war erstaunlicherweise nicht im März, sondern am 07.04. (Max-Temp. 4,5°C). Es wurden 22 Frosttage registriert, letztmals 2013 (29), und 2006 (25) mehr, Bodenfrosttage gab es 54, Eis- tage wurden keine registriert.. Nur 2 Sommertage, zuletzt 1991 (0) und 1987 (1) weniger, 11 Frühlingstage (Max-Temp mind. 20,0°C) gab es zuletzt 1991, letztmals weniger 1983 (10) und 1965 (8). Heiße Tage wurden keine registiert.

Niederschlag wurde insgesamt 126,4 mm gemessen, das entspricht etwa 86,9 % vom Soll. Unter den 44 Regentagen waren 10 Tage mit festem Niederschlag, zuletzt 2008 (14), 2006 (13) und 1985 (11) übertroffen. Durch den einzigen Schneedecken- tag am 06.04. (Schneehöhe = 1,0 cm) wurde erstmals seit 1996 ein Schneedeckentag im April gemessen. Die höchste Tages-Niederschlagsmenge fiel am 26.05. mit 10,8 mm. In diesem Fühjahr gab es 704 Sonnenstunden.

Insgesamt 22 trübe Tage und 17 heitere Tage, zuletzt 2013 (12) und 2000 (15) weniger. Des Weiteren wurden nur ein Nebeltag registriert, letztmals 1996 (0) und 1976 (0) weniger. Gewittertage gab es 5, zuletzt 2018 (7) und 2009 (6) mehr. Die max. Windspitze wurde am 13.03. gemessen, die Haupt-Windrichtung war SSW und NW. Max. Luftdruck 1033 hPa am 30.03., min. Luftdruck 997 hPa am 13.03., max. rel. Luftfeuchte 94 % am 11.05., min. rel. Luftfeuchte 28 % am 30.03.